Händedruck zur Begrüßung


Bei meinem letzten Vortrag „Umgangsformen im Berufsalltag“ wünschte sich ein junger Berufsanfänger, auf den Händedruck zur Begrüßung näher einzugehen. Sehr rasch entwickelte sich ein angeregtes Gespräch mit verschiedenen Übungen, da sich weitere Fragen auch von anderen Teilnehmern ergaben.

Die Hierarchie entscheidet über den Händedruck zur Begrüßung

Immer wieder stelle ich fest, dass viele Menschen sich unsicher sind, wer wem und wie die Hand reicht. Der Händedruck ist ein altes Begrüßungsritual und in der zwischenmenschlichen Kommunikation sehr wichtig. Im Berufsleben ist es so, dass die hierarchisch höher gestellte Person entscheidet, ob sie die Hand zur Begrüßung oder Verabschiedung reicht. Es wird nicht nach dem Geschlecht entschieden. Hierarchisch höhergestellt sind zum Beispiel die Chefin/der Chef, Abteilungsleiter, Kunden, ausländische Gäste.

Ein schlaffer Händedruck lässt Assoziationen zu

Manche Menschen befürchten, zu fest zuzudrücken. Erzählt wird mir jedoch immer wieder vom schlaffen kraftlosen Händedruck. Der den Gedanken auslöst, dass diese Person insgesamt unsicher und energielos sei. Mancher knickt beim Händegeben die Finger ab, so dass fast ein rechter Winkel zwischen Fingern und Handfläche entsteht. Die meisten Menschen empfinden das als unangenehm. Würde dabei der Handrücken nach oben gedreht, ließe sich vermuten, dass die Hand zum Handkuss gereicht würde.

So ist der Händedruck zur Begrüßung angenehm

Bei einem angenehmen Händedruck werden die Handmuskeln angespannt und die kompletten Handflächen treffen aufeinander. Die Finger bleiben gestreckt und umfassen von unter her die Hand des Gegenübers. Dabei wird weder gerührt noch geschüttelt. Schauen Sie Ihrem Gegenüber offen in die Augen. Wenn Sie dabei noch lächeln, werden Sie bei der Begrüßung oder Verabschiedung besonders sympathisch wahrgenommen. Die Begrüßung prägt den ersten Eindruck. Und der erste Eindruck stimmt auf die Gesprächssituation ein. Der letzte Eindruck, also die Verabschiedung bleibt in Erinnerung. Und der lädt hoffentlich zum nächsten Treffen ein.

Mit dem Händedruck drücken manche Menschen auch ihre Dominanz, ihre Macht aus. Diese Spielchen zu erkennen erleichtern den Umgang im Berufsleben. Haben auch Sie Fragen zu Modernen Umgangsformen im Berufsalltag, freue ich mich auf Ihren Anruf oder Ihre E-Mail an hartwig@imagecoaching-hartwig.de

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