Begrüßungsknigge – Wer reicht wem zuerst die Hand?


Begrüßungsknigge – Wer reicht wem zuerst die Hand?

Langsam schlängele ich mich auf einer privaten Feier vorbei an den Partygästen. Um mich herum herrscht eine ausgelassene und fröhliche Stimmung. Zufällig steuere ich auf zwei befreundete Paare zu, die scheinbar in einer Diskussion versunken sind. Als sie mich wahrnehmen, hellen sich ihre Gesichter zu einem erfreuten Lächeln auf. Und sie bitten mich herbei, um ein Anliegen zu klären.

Gibt es im Privatleben noch „Ladies first“?

Schon ergreift eine der Frauen energisch das Wort: „Es gilt doch nach wie vor die Regel „Ladys first“. Oder was meinen Sie dazu?“ Fragend und erwartungsvoll blicken mich 4 Augenpaare an. Nickend stimme ich zu. Ja, im Privatbereich ist es nach wie vor so, ältere Menschen und auch Frauen genießen einen besonderen Status. Doch was bedeutet dies für eine Begrüßung? Wissen Sie es? Neben der „Gastgeber- und der Bekanntheits-Regel“ gibt es auch privat die „Status-Regel“. Darunter fällt: Immer noch entscheiden ältere Personen und Frauen darüber, ob sie die Hand zur Begrüßung reichen oder es bei dem verbalen Gruß belassen.

Begrüßungsrituale

So unterschiedlich die Situationen sein können, so sind es auch die Begrüßungsrituale. Nehmen (sich bekannte) Paare das Begrüßungsritual streng, so reichen sich zuerst die Damen untereinander die Hände. Dann begrüßen sie die Herren. Zum Schluss reichen sich die Herren die Hände. Manchmal dauert die Begrüßung der Damen etwas länger. In dem Fall hat es sich etabliert, dass sich die Herren schon einmal untereinander begrüßen. Entspannter, alltagstauglicher und trotzdem höflich ist es, wenn sich die gegenüberstehenden Personen zuerst die Hand reichen.

Die Regeln weichen im Zuge der Gleichberechtigung auf. Und nicht jeder kennt sich in allen Situationen aus. Ein Handschlag ist immer ein Zeichen der Wertschätzung. Nehmen Sie dieses Zeichen an. Eine gereichte Hand nicht zu ergreifen, weil man ja „die Begrüßungsregeln besser kennt“, ist äußerst unhöflich. Damit zeigt jeder eher schlechte Manieren.

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